Burg Murach bei Oberviechtach im Oberpfälzer Brückenland

Burg Murach bei Oberviechtach im Oberpfälzer Brückenland

Burg Murach bei Oberviechtach

Die Burg wird auch das Haus Murach genannt. Der Name entstand durch die Nutzung der Burg als Wohnstätte eines Adelsgeschlechts.

Die Burg Murach ist Ende des 11. Anfang des 12. Jahrhunderts entstanden und im Jahr 1100 erstmals urkundlich erwähnt worden. Als Erbauer sind die Grafen von Sulzbach aufgeführt.

Der jüngste Sohn der Eheleute Elisabeth von Sulzbach und Rapoto I. von Ortenburg, Heinrich I. von Ortenburg übertrug die Burg Murach an Seine Frau und seinen drei jüngeren Söhnen.

Durch dieses Erbe entstand ein Jahrelanger Familienstreit unter Heinrichs ältestem Sohn, seiner Steifmutter und seinen drei Halbbrüdern. Durch die

Auseinandersetzung entstanden finanzielle Schwierigkeiten und schließlich wurde das "Haus Murach" im Jahr 1268 an Ludwig den Strengen verpfändet.

Im Jahr 1329 kam die Burg Murach an die Linie Pfalz-Neuburg der Wittelsbach und 1353 an Kaiser Karl IV. von Luxemburg als König von Böhmen.

1628 wurde während des Dreißigjährigen Krieges die Burg an das Kurfürstentum Bayern übertragen und 1633 mit der Oberpfalz, dem ehemaligen Nordgau dem Kurfürstentum Bayern einverleibt.

Als Pfleger der Höhenburg ist ein Christoph Gottfried Freiherr von und zu Murach nachweisbar.

Während der Säkularsierung in Bayern 1803 wrude das Pfleggericht Murach nach Neunburg vorm Wald verlegt und die Burg verkauft.

Seit da an verfiel die Anlage, die Anwohner nutzten den Bau als Steinbruch.

Als das Landgericht in Oberviechtach 1844 erbaut wurde, war die Burg von der Finanzverwaltung des Königreich Bayern zurückgekauft und notdürftig restauriert und konserviert worden.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden weitere Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Bildquelle: Alois Köppl, Gleiritsch http://online-2000.de