Burgruine Parkstein bei Neustadt an der Waldnaab im Oberpfälzer Waldnaabtal

Burgruine Parkstein bei Neustadt an der Waldnaab

Die Burg Parkstein ist wahrscheinlich rund um das Jahr 1000 entstanden. Aus Urkunden geht allerdings die Einäscherung der Burg im Jahr 1052 hervor. Nach dem Wiederaufbau der Burg lebten viele Ministeralien und Adelige als Herren von Parkstein in der Spornanlage.

Infolge des Bayerischen Krieges entstand von 1421 bis 1714 ein Kondominat zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg und der Kurpfalz, das Gemeinschaftsamt Parkstein-Weiden.

 

 

Ab dem Jahr 1505 wechselte der Besitz der Burg Parkstein des Öfteren. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges verfiel die Burg zunehmend.


Als Mitte des 18. Jahrhunderts der Abbruch der Burg eintraf, wurde im Jahr 1756 aus Quadersteinen des Turms der Turm der Stadtpfarrkirche Weiden erbaut und nach 1835 der kurz zuvor abgebrannte Ort Parkstein mit den Resten der Höhenburg neu errichtet.


Heute steht auf dem Gipfel anstelle der Burg eine Kapelle.

 

 

 

 

 

 

 

Was ist am Parkstein zu sehen?

Alexander von Humboldt bezeichnete den Parkstein damals schon als "schönsten Basaltkegel Europas". Dabei handelt es sich um einen spaltenförmigen Förderschlot eines Vulkans der Teritärzeit.

 

Am Westende der Felswand, in der Schlotbrekzie, einem vulkanischen Trümmergestein findet man neben diesen "Basaltfetzen" Ton- und Sandsteine aus Schichten der Oberkreide.

 

 

Damals lag die Landoberfläche erheblich über dem heutigen Gipfel des Basaltkegels - Im Laufe der Zeit wurde jedoch die Überdeckung abgetragen. Somit blieb die markante Basaltkuppe des Parksteins.

 

 

 

 

 

Woraus besteht Basalt?

Als Basalt bezeichnet man ein feinkristallines, dunkles Gestein das im wesentlichen aus den Mineralen Feldspat und Pyroxen sowie verschiedenen Nebengemengteilen besteht.


Beim Aufstieg von Magma an die Erdkruste werden häufig Bruchstücke des durchdrungenen Gesteins mitgerissen und als Nebengesteinseinschlüsse bei der Erstarrung erhalten.


Der Parkstein besitzt viele derartige Nebengesteinseinschlüsse. Durch die hohen Temperaturen des Magmas von über 1000°C werden die eingeschlossenen Gesteine verändert.


Dadurch entstehen teilweise neue Minerale und Gesteine. Zum Beispiel wurden mitgerissene Tonschieferbrocken in violett- oder blaugrauen Basaltjaspis, sogenannten Porzellanjaspis, umgewandelt.

Wie entstehen Basaltsäulen?

Nicht wie häufig angenommen, sind die meist fünf- bis siebeneckigen Basaltsäulen riesige Kristalle, sondern bestehen aus einem typischen Mineralgemenge.


Die Ursache der säuligen Absonderung ist die Volumen-Schrumpfung bei der Abkühlung des Magma. Zuerst bildet das Basaltmagma an den kühleren Randbereichen ein Netz von "Schwundrissen".


Nach weiterer Abkühlung setzten sich diese als "Schwundklüfte" zur Tiefe fort und separieren dadurch die Säulen voneinander.

Bildquelle: Rainer Kohl - kr2media