Ruine Schwarzenburg bei Cham im Oberpfälzer Seenland

Burgruine Schwarzenburg bei Cham im Oberpfälzer Seenland

Burgruine Schwarzenburg bei Cham

Die erste urkundliche erwähnung der Burg erfolgte zwischen den Jahren 1048 und 1060 mit "Heinricus de Swarcenburg", eine Notiz des Klosters Sankt Emmeram.

Von dieser Burg sind allerdings keine Reste mehr vorhanden, es wird angenommen, dass damals eine Vorgängeranlage auf dem Schwarzenberg stand.

Der Erbe der ältesten Teile der Anlage ist as letzte Mitglied der Schwarzenburger Berhold II.

Seit der Landesteilung 1255 in Bayern gehörte der Herrschaftsbereich der Ministerialenfamilie zum wittelsbacher Herzogtum Niederbayern.

1307 wurde die Burg an Konrad von Chamerau verpfändet. 1391 starb die Familie Schwarzenburg mit "Bertha von Schwarzenburg" aus.

Herzog Heinrich XV. des Natternberges verkaufte die Burg Schwarzenburg an den Landgrafen Ulrisch von Leuchtenberg.

Die Burg war zwischen 1364 und 1367 im Besitz der Leuchtenberger bis sie an Georg Auer von Stockenfels bis 1404 verpfändet.

Im Jahr 1404 hatten Amalia Kagerin von Störnstein und ihre Söhne die Anlage gekauft.

Zwischen 1439 und 1460 wurde an der Burg für damals 600 Gulden zusätzlich Türme und Tore erbaut.

Die Schwarzenburg wurde 1433 als Sammelplatz für Hinczik Pflugk stehenden Heeres genutzt.

1495 verkauften die Erben Hinczik an Heinrich von Plauen. Heinrich war bis 1505 im Besitz der Schwarzenburg.

In dieser Zeit lies er verschiedene Baumaßnahmen wie z.b. drei Bastionen, das Rondell und das Vortor der Vorburg bauen.

Am 09. Januar 1505 verkaufte Heinrich von Plauen die Burganlage an seinen Schwager, den böhmischen Adligen Heinrich von Guttenstein- Vrtba.

Die Burg wurde fortan als Ausgangspunkt für Raubzüge des böhmisch Adligen genutzt.

Im Oktober 1509 verkaufte er die Burg mit der gesamten Herrschaft an Ludwig V. und seinen Bruder Friedrich II. von der Pfalz.

1514 ließen die Wittelsbacher die Burg wiederherstellen und wurde zum Sitz eines Pflegers. Die Pfleger des Amtes saßen bis 1542 auf der Burg ehe sie Mitte des 17.

Jahrhunderts in das Stadtschloss von Rötz zogen.

Nach dem Abzug der Pfleger 1634 wurde die Burg nurnoch notdürftig instand gehalten und von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Heute werden auf dem Burareal Festspiele veranstatltet, wobei der Batterieturm zur Aufbewahrung der Requesiten sowie als Gaderobe dient.

Festspielbesucher und Wanderer steht die Schwarzenburghütte, eine von 1. April bis 31. Oktober bewirtschaftete Schützhütte zur Verfügung.

Bildquelle: Sven-121